Engineering

Lüftungstechnik

Eine Lüftungsanlage, die rund um die Uhr auf Vollgas läuft, ist nicht modern. Sie ist teuer. Wir planen das anders – mit Wärmerückgewinnung, CO₂-basierter Volumenstromregelung und BMS-Integration nach DIN EN 16798 und VDI 6022.

Schnittdarstellung eines Bürogebäudes mit Lüftungskanälen, Luftströmen und Luftqualitätssensoren
Bedarfsgeführte Luftführung durch das ganze Gebäude – CO₂-Sensorik, Wärmerückgewinnung, VDI 6022.

Was wir liefern

  • Hoher WRG-Wirkungsgrad*

    Wärmerückgewinnung über Rotations- oder Plattenwärmetauscher überträgt die Energie der Abluft direkt auf die Aussenluft.

  • CO₂-Bedarfsregelung

    MSR-Sensoren passen den Luftvolumenstrom automatisch an die tatsächliche Raumbelegung an – raumweise.

  • ErP- & GEG-konform

    Auslegung nach Verordnung (EU) 1253/2014, DIN EN 16798 und Gebäudeenergiegesetz – sauber dokumentiert.

  • BACnet & Modbus

    Vollständige Einbindung von Ventilatoren, Klappenstellantrieben und VAV-Reglern in die übergeordnete Gebäudeautomation.

Typischer Leistungsumfang

  • Wir berechnen Ihren Luftvolumenstrom nach DIN EN 16798 raumweise
  • Wir wählen Rotor oder Plattentauscher nach Hygiene-Anforderung
  • Wir integrieren in das bestehende BMS – herstellerübergreifend
  • Wir prüfen die Förderfähigkeit
  • Filterwechsel nach Differenzdruck statt nach Kalender – nach VDI 6022 dokumentiert

Häufig gestellte Fragen

Praxisfragen aus der Beratung – ehrlich beantwortet

Was fordert die europäische Ökodesign-Richtlinie (ErP) für gewerbliche Lüftungsanlagen?

Die Verordnung (EU) 1253/2014 schreibt für Nichtwohnungs-Lüftungsanlagen (NWLA) ab einem Volumenstrom von 250 m³/h zwingend ein Wärmerückgewinnungssystem vor. Zusätzlich gelten Mindestanforderungen an den Wirkungsgrad und an die spezifische Ventilatorleistung (SFP). Ventilatoren müssen mit drehzahlgeregelten Antrieben wie EC-Motoren oder Frequenzumrichtern ausgestattet sein.

Nach welcher Norm werden zentrale Lüftungsanlagen für Nichtwohngebäude heute ausgelegt?

Massgebend ist die Normenreihe DIN EN 16798, insbesondere DIN EN 16798-3 für Nichtwohngebäude. Sie regelt Anforderungen an Auslegung, Luftqualitätskategorien und energetische Leistung von Lüftungsanlagen. Ergänzend gelten die Hygieneanforderungen nach VDI 6022 sowie die Ökodesign-Verordnung (EU) 1253/2014.

Wie oft müssen die Luftfilter in einem RLT-Gerät getauscht werden?

Statt fixer Kalenderintervalle überwacht das MSR-Konzept den statischen Differenzdruck über dem Filterbett. Erreicht der Filter den definierten Grenzwert (z. B. 150 Pa Überdruck), meldet das BMS eine Wartungsanforderung. Das maximiert die Filterstandzeiten und reduziert die Materialkosten messbar. Die hygienische Inspektion erfolgt zusätzlich gemäss VDI 6022.

Kann eine vorhandene RLT-Anlage in ein bestehendes BMS nachgerüstet werden?

Ja. Über offene Protokolle wie BACnet/IP, Modbus TCP oder KNX lassen sich auch ältere RLT-Geräte herstellerunabhängig an ein übergeordnetes Gebäudemanagementsystem anbinden. Häufig genügt der Austausch der Regelung oder der Einbau eines Gateways. So lassen sich Free-Cooling-Logiken, Zeitprogramme und Filterüberwachung ohne kompletten Geräteaustausch realisieren.

* Bandbreiten zu COP-Werten, Wirkungsgraden und Einsparungen sind Erfahrungswerte aus vergleichbaren Referenzanlagen und keine Zusicherung für ein konkretes Objekt. Verbindliche Aussagen treffen wir erst nach Vor-Ort-Analyse, Lastganglinien-Erfassung und objektbezogener Berechnung nach VDI 2067. Hersteller- und Komponentennamen werden bewusst nicht genannt – die Auswahl erfolgt projektbezogen und herstellerneutral.